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Kommst Du mit auf Symbol-Safari?

Symbol-Safari

Symbol-Safari

 
 

Symbol-Safari… Allein schon den Begriff finde ich total spannend – denn eine solche Safari ermöglicht es Dir, Dich durch den Dschungel von komplizierten Begriffen zu finden. Entdeckt habe ich sie im Buch „UZMO – Denken mit den Stift“ von Martin Haussmann. Ich habe sie neulich ausprobiert – und weil es mir so viel Spaß gemacht hat, möchte ich Dir heute die Route der Safari erklären. Diese kannst Du immer dann beschreiten, wenn Du zu einem Begriff ein Schlüsselbild entwickeln oder einfach nur mit einer Gruppe einen Begriff erkunden möchtest.  Halte Dich einfach an die folgenden sechs Schritte und Du wirst viele spannende Möglichkeiten finden, wie Du einen Begriff visuell darstellen kannst.

Der erste Schritt in der Symbol-Safari ist natürlich, dass Du Deinem Team die Methode vorstellst.

Symbol-Safari: Methode vorstellen

Klärt gemeinsam, was ihr damit erreichen wollt und um welchen Kernbegriff es geht. Dabei ist es wichtig, ein gemeinsames Verständnis für diesen Begriff zu entwickeln – nimm Dir also genügend Zeit dazu.

Zur Vorbereitung des Brainstormings nimmst Du dann ein Flipchart oder eine Metaplan-Wand und schreibst den Kernbegriff in die Mitte.

Symbol-Safari: Brainstorming vorbereiten

Außen herum zeichnest Du einen Kreis. Lass genügend Platz zwischen dem Begriff und dem Kreis sowie nach außen hin – diesen benötigst Du für den nächsten Schritt. Überlege Dir auch vorher, ob Du nicht schon einige Piktogramme an eine andere Wand heftest – das hilft Euch später vielleicht, Bilder zu finden.

Anschließend nutzt Du das vorbereitete Papier um zum Kernbegriff Wörter und Bilder zu assoziieren.

Symbol-Safari: Wörter und Bilder assoziieren

Nehmen wir als Beispiel den Namen meiner Seite – meisterbar. Diesen schreibe ich in die Mitte. Es handelt sich um einen Blog – also schreibe ich das neben den Begriff in den Kreis und versuche ein passendes Bild dafür zu finden – das kommt außerhalb des Kreises. So mache ich es auch mit weiteren Wörtern: So kommt das Wort „zeichnen“ in den Kreis und ein Bleistift als Symbol nach außen. Achte in diesem Teil des Prozesses darauf, alle Ideen der Teilnehmer aufzunehmen. Bitte auch darum, dass Kritik zurück gestellt wird – denn Kritik kann tödlich für eine neue Idee sein.

Sind alle Assoziationen aufgenommen geht es weiter – Du stellst nun vor, wie Bilder miteinander kombiniert werden können.

Symbol-Safari: Einführung in Kombi-Technik

So kannst Du zum Beispiel eine Figur mit einem Symbol verbinden – oder auch einfach zwei Symbole miteinander. Du kannst natürlich auch bereits kombinierte Bilder erneut miteinander verbinden. Am besten überlegst Du Dir vorher ein paar Beispiele um es den Teilnehmern zu verdeutlichen.

Und dann geht es auch für die Teilnehmer los – teile die Teilnehmer in Kleingruppen von 2-4 Personen auf.

Symbol-Safari: Kombinieren in Kleingruppe

Gib jedem einen Stift in die Hand – sie sollen nun gemeinsam mit den Bildern spielen und sie kombinieren. Natürlich ist es auch erlaubt, neue Piktogramme zu finden und zu verwenden. Rege an, dass auch gern im Internet nach passenden Bildern gesucht werden kann – das hilft gerade Teilnehmern, die noch nicht so oft gezeichnet haben und vielleicht unsicher sind.

Sind alle Kleingruppen mit der Kombinations-Arbeit fertig, geht es an die Auswertung.

Symbol-Safari: Auswerten

Stellt dabei alle Ergebnisse in den Raum so dass jeder es sehen kann. Diskutiert die verschiedenen Bilder und findet heraus, welche ihr am besten findet – ihr könnt zum Beispiel mit Klebepunkten wählen lassen, welche das beste Schlüsselbild ist. Aber sei gewarnt: Vielleicht kommen sehr viele schöne Ergebnisse heraus und vielleicht kann sich Deine Gruppe nicht gleich für ein Bild entscheiden. In diesem Fall verabredet, wie ihr weiter vorgeht – wer wird eine Auswahl der besten Bilder noch einmal nachbereiten? Vielleicht wollt ihr auch digital nacharbeiten und z.B. verschiedene Aufkleber davon herstellen? Der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt 🙂

Probier die Symbol-Safari doch einfach mal aus und lass mich Deine Erfahrungen wissen! Und bis dahin – viel Spaß beim sketchnoten!

6 Comments

  1. Claudia Sehr sagt:

    Hallo Annelies,
    ich bin absoluter Fan von Deinen Videos 😀 Mit welchen Stiften zeichnest Du? Schön wär’s wenn Du das in den Beschreibungen Deiner Videos angibst?
    Danke für diese ganze Inspiration 😀
    Du bereichert mein Leben.
    Beste Grüsse Claudia

    • Annelies sagt:

      Hallo Claudia,

      Danke für Dein Lob! Ich freue mich, dass ich Dich inspiriere – das ist genau, was ich mit meinen Videos erreichen möchte.
      Ich werde Deine Anregung mit den Stiften gerne annehmen – im nächsten Video denke ich daran und sage Dir, was ich verwende.

      Liebe Grüße
      Annelies

  2. Klaus-Peter sagt:

    Hallo Annelies,
    ich finde deine Videos wie auch deine Sketche auf Instagram einfach toll. Du hast genau das umgesetzt, was in meinem Kopf „rumgegeistert“ ist, als ich vor einiger Zeit die Bücher von Rohde „Sketchnotes“ und von Martin Hausmann „UZMO“ verschlungen habe. Leider fiel die Übung und Umsetzung anderen Themen zum Opfer. Nun möchte ich erneut einen Anlauf nehmen, und meine Themen (limbicus-solution-management.com) versuchen, in verschiedenen Videos zu visualisieren. Generell stellt sich mir die Frage, wie drehe ich ein Video? Nehme ich ein Tool ~ z.B. Explaindio ~ oder andere oder zeichne ich einfach und nehme das Video auf? Mir ist es lieber, so wenige Hilfsmittel wie möglich zu verwenden. Wenn ich dich richtig verstanden habe, so benutzt du eine Kamera mit Stativ? Wie geht das mit dem Licht und dass der Kopf nicht ins Bild kommt? Vielleicht ist diese Frage für die Kommentare hier zu speziell. Ich freue mich ebenso über eine direkte Mail.
    Am Ende möchte ich nochmals mein Kompliment aussprechen! Mach weiter so. Ich verfolge deine Videos mit Begeisterung.
    Ich wünsche dir viel Erfolg!
    Enjoying happy Emotions!
    Klaus-Peter

    • Annelies sagt:

      Hallo Klaus-Peter,

      Danke für Deine lieben Worte. Ich freue mich sehr, dass ich Dir ein wenig helfen kann.
      Ich selbst nehme meine Videos mit meinem IPhone auf und schneide sie später mit dem Windows Movie Maker. Die Anregung habe ich mir bei Dough Neil geholt. Er hat eine 4-teilige Serie dazu raus gebracht. Hier der Link zum ersten Teil. Ich habe dann festgestellt, dass die Qualität durch das Schneiden auf dem IPhone leidet – deswegen bin ich zu Windows Movie Maker gewechselt.
      Und ja – ich verwende ein Stativ mit einem IPhone-Halter. Das lehne ich dann zusammengeklappt an einen Tisch, Stelle den Stuhl dahinter und setze mich darauf. Ist etwas wackelig, funktioniert aber.
      Vielleicht sollte ich mal ein Video machen, wie ich meine Videos mache… 🙂

      LG
      Annelies

  3. Tanja sagt:

    Liebe Annelies,

    das ist ja eine wunderbare Seite. Wie schön, dass ich sie entdecken durfte. Wirklich sehr inspirierend.

    Da ich auch das auch lernen möchte, fang ich jetzt einfach mal auf Deiner Seite an: Mit Deinen tollen Tipps und Anleitungen ist es in der Tat meisterbar 🙂

    • Annelies sagt:

      Danke liebe Tanja! Schreib Dich gern in meinen Newsletter ein – dann erhältst Du alles Neue immer als Benachrichtubgung 🙂

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