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Du kannst Dir schlecht Namen merken? Sketchnotes helfen Dir dabei!


In meinem Beruf komme ich oft in Situationen, in denen ich in einem Termin oder einem Seminar viele Menschen kennen lerne. Und ich muss gestehen:


Ich bin sehr schlecht darin, mir Namen zu merken.

Seit ich mich jedoch mit Visualisierungen und Sketchnotes beschäftige, wird das viel besser. Wie das geht? Ganz einfach: Ich zeichne mir den Tisch auf, an dem alle sitzen. Meist ist dieser viereckig. Ich beginne dann oft schon kurz vor dem Termin, mir die Leute anzusehen und ggf. vorhandene Namensschilder zu vermerken. Oft gibt es am Beginn des Termins eine kurze Vorstellungsrunde – dabei wird mindestens der Name genannt. Also schreibe ich mir die Namen im Uhrzeigersinn an den Tisch. Habe ich etwas mehr Zeit, zeichne ich eine kleine Karikatur der jeweiligen Person. Ich beschränke mich dabei auf das Wesentliche der Frisur und ob der-/ diejenige irgendwelche prägnanten Merkmale hat, wie zum Beispiel eine Brille oder einen ausgewöhnlichen Bart. Hierbei geht es nicht darum, ein Kunstwerk entstehen zu lassen – es soll wirklich nur eine Gedankenstütze sein.

Oft erzählen die Menschen dann noch etwas mehr über sich – aus welchem Bereich sie kommen, Details über ihre Familie oder welche Hobbies sie haben. Diese Informationen füge ich als Sprechblasen oder Gedankenwolken hinzu. Wenn jemand als Hobby angibt, dass er gern Rad fährt – dann versuche ich mich an einer kleinen Skizze davon. Manchmal schreibe ich auch noch Gedanken über die jeweilige Person dazu – hier solltest Du aber vorsichtig sein. Es kommt nämlich oft vor, dass die Teilnehmer des Meetings Deine Zeichnung sehen und sich dafür interessieren. Du möchtest bestimmt nicht, dass unpassende Kommentare zu sehen sind 🙂


So eine Sketchnote hilft mir enorm weiter!

Während des Termins kann ich immer mal wieder spicken und nach dem Namen schauen – das hilft mir, die jeweilige Person anzusprechen. Aber auch nach dem Meeting hilft mir diese Visualisierung: Ich kann dann viel mehr Details über die Menschen in Erinnerung rufen als wenn ich nur die Namen in einer Liste runter schreibe. Und wenn Du mutig bist, kannst Du Deine Zeichnung auch den anderen Teilnehmern zur Verfügung stellen – vielleicht hilft sie ja auch ihnen weiter.

Okay – das Konzept hast Du nun sicher verstanden. Es gibt aber noch andere Möglichkeiten, so eine Vorstellungsrunde zu visualisieren:

  • Den Tisch habe ich Dir oben schon ausgiebig erklärt.
  • Es ist auch möglich, in die Mitte Deines Blattes einen Kreis zu malen und die Personen im Uhrzeigersinn darum anordnen. Hier bietet es sich an, vorher einmal die Anzahl der Personen durchzuzählen und den Kreis vorab in ungefähr gleich große Teile einzuteilen.
  • Eine weitere Variante ist die Tabelle – sie eignet sich, wenn Du an einer Konferenz teilnimmst. Hier kennst Du vorab die Anzahl der Vortragenden und kannst Dein Blatt entsprechend einteilen.

00 1 Bleistift

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Ich finde es eine wunderbare Idee, so eine Skizze anzufertigen.

Dies lässt sich dann natürlich noch ausweiten. Vielleicht bist Du ja selbst einmal Moderator eines Meetings? Wie wäre es, wenn Du Dir ein Flipchart und einen Stift greifst und die Vorstellungsrunde live mitschreibst? Verwendest Du die Kreis-Variante, kannst Du auch noch ein paar Details des Termins in die Mitte schreiben – den Titel, Raum oder was Dir sonst noch einfällt.

Und das ist auch meine Hausaufgabe für Dich: In einem Deiner nächsten Termine machst Du eine solche Skizze – egal, ob Du die Personen bereits kennst oder nicht. Denn: Übung macht es meisterbar 🙂

Ich hoffe, dieses Video hat Dir gefallen. Bitte schreib mir gern und schick mir Deine ersten Sketchnotes oder Kommentare, welche Videos Du Dir von Dir wünschst.

Bis bald und viel Spaß beim sketchnoten!


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