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Wie Du ein Business Model Canvas nutzen kannst

Heute gibt es wieder einen Beitrag zu Methodenwissen. Ich erkläre Dir, was ein Business Model Canvas ist und Wozu Du es nutzen kannst. Anschließend geht es um Aufbau und wir gehen durch ein Beispiel: Mein YouTube Kanal im Template des Business Model Canvas dargestellt. 


Was ist ein Business Model Canvas und wozu kannst Du es verwenden?

Das Business Model Canvas (BMC) ist ein Framework zur Visualisierung und Strukturierung von Geschäftsmodellen. Es wurde von Alexander Osterwalder entwickelt. In seinem Buch „Business Model Generation“* kannst Du alles noch viel tiefer nachlesen. 

Ein Business Model Canvas dient dazu, Geschäftsmodelle im Team zu bearbeiten und dadurch ein gemeinsames Verständnis zu finden. Dazu kannst Du Visualisierungen nutzen, also beispielsweise Klebezettel und ein riesiges Plakat, so dass alle Teammitglieder gemeinsam daran arbeiten können und das Geschäftsmodell auf einer Seite sichtbar ist. 

Das Business Model Canvas entwickelt sich im Lauf der Zeit immer weiter. Am besten hängst Du es also so, dass Du es im Blick hast ihr immer wieder daran arbeiten und es verfeinern könnt. 


Wie ist ein Business Model Canvas aufgebaut?

Als erstes kann man auf dem Business Model Canvas ein Raster erkennen. Es gibt eine Vielzahl an Templates, am besten suchst Du Dir online eines heraus und druckst es vorab aus. 

Das Template wird in einer bestimmten Reihe ausgefüllt. Du beginnst auf der rechten Seite, der Seite des Kunden und arbeitest Dich anschließend auf die linke Seite, die interne Seite, vor.

Die Kundenperspektive im Business Model Canvas

Du beginnst mit dem Leistungsversprechen (Value Propostion), welches in der Mitte des Templates ist. Es beschreibt, welches Problem das Geschäftsmodell für den Kunden löst. Schau auch gern noch einmal auf meinem Beitrag für Design Thinking vorbei, das kann ein guter Startpunkt sein, um Ideen zu entwickeln. Weiterhin gibt es noch das sogenannte Value Propostion Canvas, auch das kann helfen. Schau auch hier einfach Online nach einem Template. 

Anschließend wechselst Du auf die ganz rechte Seite des Business Model Canvas in den Bereich der Kundensegmente(Customer Segments). Dort werden Kundengruppen nach bestimmten Kriterien festgehalten, wie z.B. Alter, Größe, online oder offline. Dir Kriterien solltest Du so auswählen, dass sie zu Deinem Geschäftsmodell passen. 

Dann betrachtest Du die Bereiche zwischen dem Leistungsversprechen und den Kundensegmenten. Beginne hier mit den Kanälen (Channels). Hier beschreibst Du beispielsweise, wie Du Deine Kunden über Deine Leistungen und Produkte informierst. 

Die Kundenbeziehungen (Customer Relations) betrachten, wie Du mit Deinem Kunden in Verbindung stehst. Hast Du Ansprechpartner, gibt es einen Service, eine Hotline, welche Medien verwendest Du?

Diese ersten Bereiche decken alle die Seite des Kunden ab und geben Dir die Möglichkeit, Dir über Deine Einnahmequellen (Revenue Streams) Gedanken zu machen. Es geht dabei also um alles das, womit Du Geld verdienen kannst (z.B. Verkauf von Produkten, Abo-Modelle, etc.).


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Die interne Seite des Business Model Canvas

Auf der linken Seite geht es nun um interne Strukturen. Als erstes betrachtest Du dabei Deine Schlüssel Partner (Key Partner). Das können Zulieferer, Joint Ventures oder Technologiepartner sein. Dabei solltest Du Dich nicht verzetteln und Dich nur auf die wesentlichen Partner konzentrieren. 

Die Schlüssel Ressourcen (Key Ressources) können Mitarbeiter, Kapital oder Infrastruktur. sein. 

Bei den Schlüssel Aktivitäten (Key Activities) schaust Du Dir an, wie Du besser werden kannst um Dein Leistungsversprechen optimal zu erfüllen. 

Alle Felder auf der linken Seite des Business Model Canvas ergeben zusammen die Kostenstruktur (Cost Structure), also welche Ausgaben vorliegen. Das können z.B. Personal, Lizenzen oder Einkaufskosten sein. 


Mein YouTube-Kanal als Beispiel für ein Business Model Canvas

Gut, die Theorie ist nun also klar. Schauen wir uns nun alle Felder noch einmal an einem Beispiel an: Meinem YouTube-Kanal.

Das Leistungsversprechen meines Kanals ist es, Erklärvideos zu erstellen, Wissen zu vermitteln und Dich zu inspirieren. Der Fokus liegt dabei auf Sketchnotes, Coaching und Methodenwissen. 

Als Beispiel für ein Kundensegment habe ich Dir eine meiner Kundengruppen: Das sind Frauen zwischen 30 und 45 Jahren. Meistens zeichnen sie sehr gerne, sind wissensdurstig, aber auch stark eingebunden und brauchen deswegen manchmal einen kleinen Anstoß. 

Um meine Videos zu meinen Kunden zu bringen, habe ich verschiedene Kanäle: Natürlich YouTube-Kanal selbst. Verlinkt werden diese auf meiner Homepage, wo ich auch ein  Transkript der Videos und einen eMail-Newsletter enbiete. 

Die Kundenbeziehungen bestehen hauptsächlich durch Social Media aber auch persönlichen Kontakt über eMails. 

Das alles ergibt zusammen die Einnahmequellen. Ich schalte auf YouTube Werbung, arbeite mit dem Amazone-Affiliate-Programm und gebe Kurse. 

Meine Schlüssel Partner sind YouTube für meine Videos, Mailchimp für eMails und mein Hoster für meine Webseite. 

Schlüssel Ressourcen sind wenige vorhanden. Personal bin nur ich und für meine Videos benötige ich einen Computer, eine Kamera und das Internet. 

Die Schlüssel Aktivitäten sind: Videos drehen sowie Blogbeiträge du eMails schreiben. 

Kosten entstehen vor allem durch Mailchimp für meine eMails und meinen Webseiten-Hoster.  


Kommentiere gerne, wenn ich zu dem einen oder anderen Punkt ein ausführlicheres Video machen soll. 


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