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Was ist Scrum?


Neulich habe ich schon einen Beitrag über Design Thinking veröffentlicht. In dem Zusammenhang kommt auch oft der Begriff Scrum auf. Du hast immer mal davon gehört und möchtest gern wissen, was es bedeutet? Heute klären wir, was Scrum ist und welche Bestandteile es hat. 


Was ist Scrum und welche Bestandteile hat es?

Scrum ist ein Framework. Das bedeutet, es ist nicht nur eine einfache Methode sondern besteht aus diversen Prozessen und Techniken. Daraus entsteht ein komplexes Rahmenwerk für eine andere Art, miteinander zu arbeiten.

Entwickelt wurde es 1990 von Ken Schwaber und Jeff Sutherland. In den vergangenen Jahrzehnten seit seiner Entstehung wurde es immer weiter entwickelt und ist mittlerweile ein Standard in vielen Unternehmen. 

Scrum dient dazu, komplexe Probleme anzugehen. Ziel ist es, Produkte zu liefern. Heutzutage können diese Produkte sehr vielfältig sein, z.B. Software, Hardware oder Services.  Ursprünglich war Scrum jedoch vor allem für die Softwareentwicklung gedacht. 

Der Gedanke dabei war, dass man effektiver im Team zusammenarbeitet, indem man sich auf einige Kernelemente einigt. Diese Kernelemente sind vor allem Transparenz, Inspektion und Anpassung. 

Die Bestandteilen von Scrum (Rollen, Events, Artefakte und Regeln) erkläre ich im Folgenden. 


Welche Rollen gibt es bei Scrum?

Das Scrum Team besteht aus drei Rollen: dem Product Owner, dem Entwicklungsteam und dem Scrum Master. 

Als erstes schauen wir uns den Product Owner (PO) an. Der PO soll den Wert des Produktes maximieren. Somit ist er für das Artefakt des Product Backlogs verantwortlich, indem er dessen Inhalt beschreibt und priorisiert. 

Das Develpment Team, also das Entwicklungsteam, macht die Entwicklungsarbeit am Produkt. Es ist ein kross-funktionales Team in dem es keine Titel oder Untergruppen gibt. Jedes Team sollte sich aus Menschen zusammensetzen, deren Fähigkeiten gut für die Produktentwicklung sind. Oftmals ist es in Unternehmen so, dass ein Entwicklungsteam aus drei bis neun Personen besteht, da in dieser Gruppengröße eine gute Zusammenarbeit möglich ist. 

Als dritte Rolle gibt es noch den Scrum Master (SM), welcher für Aufrechterhaltung der Scrum-Rahmenbedingungen zuständig ist. Er wird häufig auch als „Servant Leader“, also dienende Führungskraft bezeichnet. Er sorgt dafür, dass das Entwicklungsteam und der PO ihre Arbeit bestmöglich ausführen können. Weiterhin dient er als Schnittstelle in die restliche Organisation. 

Alle Rollen vereint deren Selbstorganisation und Kross-Funktionalität. Selbstorganisation bedeutet, dass sich das Team selbständig darauf einigt, was und wie viel Arbeit erledigt wird. Kross-funktional deswegen, um möglichst viele verschiedene Menschentypen und Fähigkeiten im Team zu haben. 


Dann kommen wir zu den Events im Scrum. 

Als erstes schauen wir uns den Sprint an. Ein Sprint wird immer in einger Time-Box durchgeführt. Das bedeutet, dass eine bestimmte Zeitperiode festgelegt wird, die nicht überschritten werden darf. Im Fall des Sprints darf diese Time Box eine Woche bis maximal einen Monat dauern. Diese Time Box hat immer die gleiche Dauer und ändert sich auch nicht. So wissen alle immer, wo man steht und das Team kann besser einschätzen, wie viel Arbeit es innerhalb eines Sprints schafft. 

Es ist weiterhin wichtig, dass ein Sprint direkt dem nächsten folgt. Dazwischen sind keine Pausen vorgesehen. 

Der Sprint besteht aus den anderen Events, die im Folgenden erläutert werden. 


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Im Sprint Planning wird der Plan für den aktuellen Sprint erstellt. In diesem Termin sind alle aus dem Scrum Team dabei (also der PO, der SM und das Entwicklungsteam). Es dauert maximal 8 Stunden, je nach Dauer des gesamten Sprintes. Dauert der Sprint einen Monat braucht man diese 8 Stunden, bei kürzeren Sprints sollte der Termin kürzer sein. 

Das Daily Scrum findet täglich statt und dauert 15 Minuten. Hierbei muss hauptsächlich das Development Team teilnehmen, die anderen beiten Rollen können gern optional dabei sein. Wichtig ist es dabei, die Zusammenarbeit zu stärken und Fortschritte zu überprüfen. 

Das Sprint Review findet immer am Ende eines Sprints statt und dient dazu, Inkrement zu überprüfen. Nach dieser Prüfung kann man entscheiden, was am Product Backlog geändert werden sollte. Das bedeutet also, dass das Scrum Team zusammen mit den entsprechenden Stakeholdern darauf schaut, welche Ergebnisse der Sprint hat. 

Die Sprint Retrospektive dient dem Rückblick auf den vergangenen Sprint. Hier nimmt nur das Scrum Team teil, keine anderen Stakeholder sind dabei.  In maximal drei Stunden schaut man sich den Sprint als solches an: Die Personen, deren Beziehungen, Prozesse und Tools. Das Team schaut sich an, was gut und was nicht so gut lief und was im kommenden Sprint angepasst werden sollte um besser zusammenzuarbeiten.


Die Artefakte im Sprint

Der Product Backlog ist alles, was über das zu entwickelnde Produkt bereits bekannt ist. Oftmals wird eine Software dazu benutz, sogenannte User Stories aufzuschreiben. In diesen User Stories steht, was der Nutzer am Ende mit diesem Produkt alles machen kann. Der PO ist hierfür verantwortlich. Dieser Backlog ist auch niemals komplett, weil das Produkt immer weiter entwickelt wird. 

Der Sprint Backlog ist der Teil des Product Backlogs, der im aktuellen Sprint umgesetzt werden soll. Ziel ist es dabei, ein abgeschlossenes Inkrement zu entwickeln. 

Das Inkrement die Summe aller im aktuellen Sprint umgesetzten Punkte aus dem Product Backlog. Es ist somit ein Teil des Produktes. Es ist somit ein Schritt in Richtung des fertigen Produktes bzw. der Vision. 


Im Scrum Framework kommen alle Bestandteile zusammen

Am Anfang der Darstellung zum Framework steht der Product Backlog. Im Sprint Planning werden die Punkte aus dem Sprint Backlog ausgewählt, die im aktuellen Sprint umgestzt werden. Sie kommen in den Sprint Backlog. Der Sprint selbst wird als riesige Pfeil-Schleife dargestellt. Im Sprint selbst habe ich töglich das Daily Scrum. Am Ende des Sprintes wird das Inkrement im Sprint Review untersucht. Vom Sprint Review gehe ich direkt in die Sprint Retrospektive und schaue mir an, wie das Team zusammengearbeitet hat. Danach geht es wieder direkt ins Planning und der neue Sprint beginnt. 

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